Weitere Hilfsprojekte

CAN_9181

Die Besichtigung weiterer Hilfsprojekte steht an. Hier gibt es die Interior-Academy, eine Schule direkt gegenüber der Blue Kitchen. Auch diese haben wir vor 2 Jahren schon einmal besichtigt und direkt fällt uns ein großes, zweistöckiges Gebäude im Rohbau auf. Auch hier geht es somit voran. Die jungen Schüler begrüßen uns mit Gesang und guter Laune. Viele Kleinigkeiten wie Kuscheltiere, Süssigkeiten und Luftballons werden direkt an die Kinder verteilt. Die riesige Einzelspende hebt sich hiervon jedoch wirklich deutlich ab. So überreichten die Hachenburger-Frischlinge den unglaublichen Betrag von 50000,- Euro an die Schule, welchen sie in ihrer 2-jährigen Vorbereitung für diese Rallye gesammelt haben. Ganz großes Kino!!

26_03__01

Wir schauen uns die Klassenzimmer an, überreichen einen großen Schwung Kugelschreiber sowie Armbänder und einige Spielsachen an die Lehrer, mit der Bitte diese zu verteilen.

26_03__03

Dann geht es direkt gegenüber zur LKW-Werkstatt. Hier werden Mechaniker und Mechanikerinnen ausgebildet, um ihnen eine gute Grundlage zu geben, mit ihren Fähigkeiten nach der Ausbildung ihren Lebensunterhalt zu bestreiten…und zu reparieren ist hier in Gambia immer etwas. Die Absolventen bekommen nach ihrer Ausbildung einen Satz Werkzeug mit auf den Weg und dürfen sich bei auftretenden Problemen immer wieder an diese Ausbildungswerkstatt wenden.

IMG_3941

Die angrenzende Tischlerei war vor 2 Jahren gerade ganz frisch eingerichtet und noch jungfräulich. Mittlerweile sieht es hier richtig nach Arbeit aus. 6 Auszubildenden fertigen gerade Stühle, während wir den Betrieb besichtigen. Auch hier geht es darum, den Menschen eine Grundlage zu geben, um mit ihren erlernten Fähigkeiten in der Zukunft für sich und ihre Familien sorgen zu können. Es ist schön zu sehen, wie richtig Leben in diese Tischlerei eingezogen ist. Wir besorgen uns noch ein schönes Stück Holz, denn wir haben noch einen Pokal zu basteln…

IMG_3940

Im Anschluss fahren wir auf einen „Holzmarkt“. Hier gibt es viele kleine Werkstätten und Verkaufsstände in denen alle möglichen Arten von Holzskulpturen erstellt und angeboten. Es ist sehr interessant zu sehen in welcher Art die Dinge aus dem rohen Stück Baum bis zur fertigen Kunst entstehen. Die permanente und aufdringliche Verkaufsberatung trübt diesen Rundgang jedoch etwas. Ein Besuch in einer „Galerie“ gibt tiefe Einblicke in die unterschiedlichsten Masken und Kostüme der einzelnen Stämme zu unterschiedlichsten Anlässen.

26_03__06

26_03__05

26_03__04

Auf dem Rückweg in die Stadt wächst die Idee, die uns mitgegebenen Kinderkleidung zu verteilen und nicht nur als Gesamtpaket bei der DBO abzugeben. Almuth sortiert während der Fahrt passende Stapel für unterschiedlich alte Kinder, welche wir dann verteilen. Empfänger sind Frauen, die mit ihren Kindern an ihren Obstverkaufsständen sitzen, junge Kinder, die unseren Weg auf dem Fahrrad kreuzen oder Jugendliche die sich sehr über ein Fussball-Shirt freuen. Die Tatsache, dass wir die Dinge einzeln und nicht im großen Menschenpulk verteilen können, macht es sehr angenehm…

CAN_9202

Am Abend findet die Abschlussparty im Blue-Kirchen statt. Es gibt tolles Essen, Live-Musik und die Stimmung ist großartig. Ein Höhepunkt ist die Vergabe der Holztafeln als Preise in den unterschiedlichsten Kategorien. Und hier kommt unser Holz-Pokal aus der Tischlerei zum Einsatz: Wir verleihen diesen Extra-Preis, zaubern uns und er Empfängerin ein Lächeln ins Gesicht und lassen den Abend gemütlich mit einem Feuerwerk ausklingen.

IMG_6396

IMG_6394

IMG_3987

IMG_3990

Share on Facebook

Die Auktion

IMG_0275

Der große Tag ist da!

Heute sollen alle Fahrzeuge im Independence Stadium versteigert werden. Aus dem Fahrzeugpool werden lediglich die ausgeschlossen, für die es schon eine besondere Verwendung gibt, so wie der Schulbus für die Kobisala-Schule, und dann noch die, welche zum aktuellen Zeitpunkt nicht fahrbereit sind. An die angeschlagenen Autos wird erst nochmal Hand angelegt, die Auszubildenden der LKW-Werkstatt (auch ein Projekt der DBO) werden diese wieder hergerichtet und sie werden dann separat verkauft.

Um 09.00 Uhr rollen wir also los. Alle Fahrzeuge sind leer geräumt, von Sand und Staub befreit und auch von außen haben alle fleißig geputzt, so dass sie in voller Pracht dastehen. Besonders ist dieses Jahr, dass wir nicht alleine im Stadion sind, die Versteigerung findet parallel zu einer großen „Fair-Trade“-Messe statt. Alles ist etwas gedrängelt, wir bleiben bei unseren Autos um eventuelle Fragen von potentiellen Käufern zu beantworten und dann geht es los.

IMG_0275
Ein Auto nach dem anderen wird nach dem anderen wird vor die Tribüne gefahren und es wird fleißig geboten. Der Anfang ist sehr schleppend, die Kaufinteressenten scheinen noch nicht richtig in Fahrt zu sein. Wir sind gleich unter den ersten 15 Fahrzeugen, die unter den Hammer kommen, aber auch bei uns wollen sowohl die Bieter als auch der Auktionator keine richtige Euphorie an der Versteigerung entwickeln.

Versteigerung

Einige Minuten nach der Präsentation des blauen Busses hat sich ein Käufer gegenüber den anderen Interessenten durchgesetzt. Mit genau 100.000 Dalasis (knapp 1800€) liegen wir im Mittelfeld der verkauften T4-Busse. Ein wenig enttäuschend, denn wir hatten uns für die großartige Arbeit der DBO ein bisschen mehr erhofft. Aber das Angebot an Bussen war in diesem Jahr auch hoch. Leider ist nicht verständlich woran es lag, denn die erzielten Werte folgen keiner nachvollziehbaren Logik und für uns als Deutsche scheinen sie doch eher wahllos zu entstehen.

Das Gesamtergebnis hingegen freut uns sehr! Knapp 130.000 € sind durch die Auktion der knapp 60 Fahrzeuge zusammengekommen – ein großartiges Ergebnis (das bisher höchste der gesamten Rallye-Geschichte)!

Wir können den Bus mitnehmen und noch 1-2 Tage nutzen, denn der neue Besitzer muss vor der Abholung des Fahrzeuges erst den gesamten Kaufpreis begleichen.

Share on Facebook

Besichtigung der Projekte

IMG_0275

Heute geht es zu den Hilfsprojekten. Wir warten am Straßenrand bis wir uns in die vorbeifahrende Fahrzeugkolone einreihen können. Nahezu alle Rallyeteilnehmer möchten sich die Besichtigung der Projekte nicht entgehen lassen. Wir nutzen den Stopp spontan um 2 Kindern die uns mitgegebenen Teddybären in die Hände zu drücken. Riesige Freude bei den Kleinen!

IMG_0275

Nach guten 30 Kilometern erreichen wir die Krankenstation, welche von der DBO unterstützt wird. Hier waren wir vor exakt zwei Jahren schon einmal und freuen uns, dass diese Einrichtung so gut von der umliegenden Bevölkerung angenommen wird. Nach einer Vorstellung und einem kleinen Überblick des Arztes können alle die Station besichtigen. Neben der eigentlichen ärztlichen Versorgung gibt es eine Ausbildungsmöglichkeit für Frauen aus der Umgebung. Sie können das Arbeiten mit der Nähmaschine erlernen, bieten uns selbstgemachte Taschen an und zeigen stolz, was sie bisher gelernt haben. Nach der Ausbildung dürfen sie die Nähmaschine mit nach Hause nehmen und haben so eine gute Möglichkeit mit ihrer Näherei selbst etwas zu verdienen.

IMG_0275

Ein weiterer großer Schwerpunkt der Einrichtung ist die Aufklärung junger Frauen. Themen wie Schwangerschaft, Verhütung, Geschlechtskrankheiten, etc. sind in vielen Familien immer noch ein Tabu-Thema. Hier werden die Zusammenhänge erklärt und versucht dieses Wissen durch die aufgeklärten Mädchen in die Familien und Freundeskreise zu tragen. Wir sind stolz, dass wir speziell für dieses Projekt 1000 Kondome abgeben können, über die sich sehr gefreut wird. Auch die mitgebrachten Medikamente finden einen neuen Platz und werden sicher gebraucht.

IMG_0275

Bei dem Rundgang durch die kleine Krankenstation lassen wir uns noch den einen oder anderen Ablauf erklären und sind überrascht, dass der Andrang der Patienten (insbesondere in der Malariazeit) hier bewältigt werden kann. Spontan holen wir noch unsere beiden Matratzen aus dem Auto, denn hier können sie sicher sehr gut gebraucht werden. Eine Babywaage, welche wir vor 2 Jahren hier abgegeben haben malt uns ein Lächeln ins Gesicht!

IMG_0275

Dann geht es weiter zur Kobisala Schule. Auch hier waren wir vor 2 Jahren bereits das erste Mal. Der Fortschritt nicht zu übersehen: Neue Klassenzimmer sind entstanden und ein weiteres Gebäude wird gerade begonnen.

IMG_0275

Wir lernen noch etwas über den Beginn dieses Projektes, denn es ist das erste, welches die Rallye vor 12 Jahren unterstützt hat. Der Lehrer, der damals an die „Tür“ der Rallye klopfte, um ein Auto zum Taxifahren zu erwerben, um damit Geld für die Errichtung der Schule auf dem Grundstück seines Vaters zu verdienen, steht nun heute stolz in der Mitte seiner Schüler und hat sein Wort mehr als gehalten, dass er diese Schulprojekt aus dem Boden stampfen möchte. Die Kleinsten können hier zu Schule kommen, denn diese Vorschulen werden vom Staat nicht unterstützt. Da die Kinder in ihren Familien nahezu kein Englisch sprechen, sind sie bei der Einschulung in die reguläre Schule überfordert, denn diese starten direkt in Englisch. Die Vorschule ist daher als Vorbereitung sehr wichtig, damit die Kinder überhaupt die Möglichkeit haben, den Schulstoff zu „verstehen“. Durch das „Mitwachsen“ der Schule haben die Kinder die Möglichkeit auch nach der „Nursery-School“ weiter hier zu bleiben und die folgenden Klassen zu absolvieren. Wunderbar!

IMG_6461

Ein neuer Schulbus wird übergeben. Schon vor einigen Jahren wurde ein T3-Bus nach der Ankunft der Rallye nicht versteigert, sondern direkt als Schulbus für diese Schule verwendet…nun ist er aufgebraucht und irreparabel. Umso schöner, dass es dieses Jahr einen neuen gibt, und noch schöner, dass es die selben Spender sind, die in diesem Jahr ihren T4 hier als Schulbus zurücklassen können. Große Klasse!

Wir haben einen ganzen Schwung Kugelschreiber für die Schule dabei und können uns nur schwer trennen, um an den nahegelegenen Strand zu fahren. Hier ist erst einmal Pause und Relaxen angesagt, bevor das traditionelle Fussballspiel zwischen Deutschland und Gambia stattfindet. Wir essen und trinken eine Kleinigkeit und genießen die angenehme Unterbrechung. Das Wetter ist nicht so warm, bzw. die Sonnen nicht so stark, denn seit unserer Ankunft in Gambia ist aufgrund eines Sandsturmes soviel Sand und Staub in der Luft, dass das Sonnenlicht ordentlich gefiltert wird und der Himmel eher diesig wirkt.

created by dji camera

Auf zum Fussball! Ein riesiger Sandplatz wartet auf die Spieler. Campingstühle werden entlang der nicht vorhandenen Aussenlinie aufgestellt und eine Afrikanisch Kombo trommelt bis die Handflächen bluten. Die gambianische Mannschaft steht schon bereit und auch die deutsche Auswahl ist schnell gefunden. Beide Teams schenken sich nichts, und am Ende heißt es doch sogar 1 zu 0 für Deutschland!

IMG_0275

Wir lassen den Abend auf einem in der Nähe befindlichen Grundstück eines der Rallye-Organisatoren bei netten Gesprächen und kühlen Getränken ausklingen bevor wir uns spät zurück ins Hotel aufmachen.

Share on Facebook

Fischmarkt

IMG_0210

Heute, einen Tag nach Ankunft in Gambia, gibt es am Morgen ein kurzes Meeting auf dem Gelände der DBO.

IMG_0207

Unsere neue Unterkunft im LemonCreek hatten wir ja bereits in der Nacht geregelt. Danach ist Freizeit. Wir befreien unseren Bus in der LKW-Werkstatt zuerst vom Staub und salzigen Sand der vergangenen Tage.

IMG_0206

Dann geht es ins Hotel. Ab dem Mittag steht unserer Zimmer bereit. Nach einem kurzen Treffen mit dem Anbieter unser 3-Tägigen Safari räumen wir unseren Bus aus, und bereiten die mitgebrachten Spenden für die Übergabe in den einzelnen Projekten vor.

IMG_0208

Am Nachmittag machen wir uns auf nach Tanjie, und lassen uns von einem hier lebenden Deutschen tiefe Einblicke in den örtlichen Fischmarkt zeigen. Sehr beeindruckend. Ein wildes Gewusel, vom Coffee-Shop, über das Fitnessstudio, Räucherei, Frisör, Beautyshop, Netzemacher, Bootsbauer, etc. und das alles in sehr, sehr einfach. Selbst mit den (Handy)-Bildern ist es schwer wiederzugeben. Junge Männer in Gummistiefeln machen sich durch die Brandung auf, eines der großen Boote zu besteigen, um teilweise für mehrere Tage und Nächte auf dem Meer zu bleiben. Boote werden instandgesetzt und frischer Fisch liegt zum Verkaufen bereit oder lagert in einer der unzähligen (nicht angeschlossenen) Kühltruhen.

IMG_0215

IMG_0214

IMG_0213

IMG_0211

IMG_0212

Im Anschluss essen wir großartigen Fisch und haben ein paar Getränke in einem kleinen Restaurant. Dann geht es zurück ins Hotel. Ausruhen für den Tag morgen, denn es geht zu den Hilfsprojekten!!

Share on Facebook

TraUmHoTel

Nach unserer letzten Nacht im Bus, machen wir uns nocheinmal in das Hotel auf, welches wir in der letzten Nacht abgelehnt hatten. Die gute Bewertung auf booking.com verstehen wir immer noch nicht.

Die Rezeption sollte nun auf haben. Insgesamt machten wir 3 Anreisen (nur ca. 3min von unserem jetzigen Hotel) um den Manager zu sprechen und ihm zu erklären, dass wir uns das Hotel doch etwas anderes vorgestellt hatten. Ein Österreicher, mit dem wir doch deutsch sprechen könnten…“das mag er aber nicht so gern“

Im Garten buddelten gerade 10 Menschen ein großes Loch: „It´s a pool for you!!“ …ja, aber nicht mehr dieses Jahr…

Absolute Baustelle, das Haupthaus komplett auf links gedreht, abgebrochenen Geländer und überall viel viel zu tun…

Die eine Nacht in der wir das Zimmer nicht genutzt haben muss er uns berechnen, „das ist euer Problem“ …Gambia-Buisness — oder österreichische Sturrheit…

Ein paar Impressionen:

Share on Facebook

The Gambia

created by dji camera

Nach einem Ruhetag verlassen wir den Campingplatz in der Nähe von Nouakchott. Nach einer langen, staubigen und auch heißen Etappe von Mauretanien in den Senegal kommen wir im Konvoi abends im Dunkeln in Sankt Louis an.

IMG_6295

Die kilometerlangen steinharten „Wellblechpisten“ haben uns und die Fahrzeuge so richtig durchgeschüttelt.

IMG_6295

Im Gegensatz zur Rallye 2016 sind wir mit der großen Truppe in einem anderen Hotel mit Campingplatz (oder Campingmöglichkeit…oder Sandparkpatz) untergebracht, welches komplett für uns zur Verfügung steht, und sogar einen ganz netten Pool hat. Der Ruhetag tut allen gut.

created by dji camera

created by dji camera

Wir nutzen den Pool, fahren mit dem Taxi in die Stadt (die eigenen Fahrzeuge dürfen Aufgrund von Zollbestimmungen nicht genutzt werden), essen gut und feiern Geburtstag!

IMG_6295

IMG_6295

IMG_6295

Dann geht es los in Richtung „The Gambia“.
Früh am Morgen um 6:30 stehen alle Fahrzeuge aufgereiht und für die Abfahrt bereit. Der Tag sollte wieder lang werden. Es geht über Teerstraßen und Sandpisten an die Grenze. Menschen, Eselkarren oder Kühe unterbrechen immermal wieder den Kovoi, indem sie ziemlich unbeeindruckt die Straße queren.

IMG_6295

IMG_6295

Endlich Gambia!! In brütender Hitze warten wir nach dem Grenzübertritt an der Fähre über den Gambia-River. In mehreren Schüben setzen alle Fahrzeuge über. Ganz nebenbei beendet das A-Team noch einen Teil seiner Mission: Ein neues „Gambia“-Schild für den Grenzübergang. Das alte war schon seit vielen Jahren verbogen und sehr „speziell“. Absolut coole Aktion.

IMG_6295

Wer weiss wie lange die Rallye die Fähre noch benutzen kann bzw. darf, denn das neue Brücken-Projekt ist unübersehbar.

IMG_6295

Nach einer kleine Irrfahrt kommen wir alle gemeinsam im Blue-Kitchen in Banjul (Serukunda) an und freuen uns über das auf uns wartende Abendessen. Dann geht es zum Hotel….

…ganz versteckt, im Hinterhof des Hinterhofes erwartet uns jemand am Lagerfeuer und hat den Schlüssel für unser Zimmer den kommenden Tage dabei. Es ist stockdunkel, aber wir erkennen direkt dass wir hier nicht bleiben wollen. Nun waren wir in den letzten Wochen nicht mit Unterkünften, Restaurants, Campingplätzen und Toiletten verwöhnt, aber wir sind uns schnell einig: Der gute VW Bus ist viel luxuriöser.

Wir fahren noch in das Hotel von 2016, das bei unseren Anfragen in diesem Jahr leider schon ausgebucht war: An diesem Tag war gerade jemand ausgezogen, so dass wir spontan ein Zimmer für unseren gesamten Aufenthalt ab dem nächsten Tag erhalten!! TippTopp!!

IMG_6295

Wir übernachen im Bus auf dem Parkplatz…mittlerweile ist es 02:30…Gute Nacht!

Share on Facebook

Unser Komfort im Bus

IMG_5667

Während unserer Reise im Bus werden wir täglich durch die Nutzung verschiedenster Dinge an unsere Spender bzw. Unterstützer erinnert.

Jeden Morgen wachen wir auf unseren bequemen Matratzen auf, die Kühlbox läuft bei uns fast ununterbrochen (soweit es die Batteriespannung zulässt), nahezu jeden Tag flackert der Gaskocher, das Funkgerät hat schon so einige undurchschaubare Situation aufgeklärt, und selbst beim Tanken aus den Blechkanistern freuen wir uns, dass diese jemand über hatte.

Es gibt noch viele Dinge, die wir von euch dabei haben. Beim Werkzeug freuen wir uns es möglichst wenig zu benötigen, die Starterkabel geben eine gewisse Sicherheit.

Kabelbinder, Frischetücher, Geschirr, Sicherungen, Schellen, Wasserkanister, Seil, Nervennahrung und unzählig kleine Dinge bringen uns gut durch die Reise.

Vielen Dank dafür!

Almuth & Piet

Share on Facebook

4 Tage offline

IMG_0128

Wir sind zurück in der Welt mit Netz-Empfang! Hinter uns liegen einige großartige und spannende Tage in der mauretanischen Wüste. Direkt nach dem etwas langwierigem Grenzübertritt nach Mauretanien ging es in kleineren Gruppen zum Nachtlager. Ab jetzt gab es für die kommenden Tage lediglich „Wildcampen“ und keinerlei Möglichkeit für weitere Versorgung mit Wasser, Kraftstoff oder Lebensmitteln, daher waren alle Teams schwer beladen. 5-6 Liter Wasser pro Kopf und Tag wurden tags zuvor in die Fahrzeuge geladen. Wir fuhren im Dunkeln in unsre Formation aus 4 Bussen und versuchten mittels gespanntem Sonnensegel den Wind etwas abzuhalten…denn windig sollte es bleiben!

IMG_5667

Am kommenden Tag fuhren wir noch einige Meter auf asphaltierter Straße, bevor uns einer der zugestiegenen Wüstenführer einen fahrbaren Weg durch die Wüste anzeigte. Nach ein paar Metern im Sand wurden alle Fahrzeuge für die kommenden Tage auf den weichen Untergrund vorbereitet. Das hieß: Luftdruck ordentlich reduzieren und wenn man meinte jetzt ist es aber wirklich zu wenig, dann noch ein bisschen runter…

created by dji camera

Schon vor der Weiterfahrt wühlte sich einer der 4×4 Subarus tief in den Wüstensand, so dass er sich nicht allein befreien konnte. Der erste Kandidat für die „Einsande-Liste“ welche in den kommenden Tagen detailliert gepflegt werden sollte: gleich 4 Striche – doppelt für den Allrad und nochmal doppelt für Schabernack!!

Dann ging es los. Feste Schotterflächen wechselten sich mit mehr oder weniger tiefen Sandpassagen ab. Bloß keinen Schwung verlieren und immer genügend Platz zum Vordermann um gegebenenfalls ausweichen zu können. Ein Mordsspaß! Der PieMuth-Bus schlug sich gut; keinerlei Temperaturprobleme.

IMG_5667

Unsere Wagenburg wurde von Tag zu Tag perfekter und winddichter, was uns jedoch nicht davor schützte, dass der Sand noch immer ÜBERALL ist. Wir kochten in unserer in Marokko gekauften Tajine und verbrachten gemütliche Abende. Vielen Dank auch an den „Geburtstags-Nachfeier-Wüsten-Grillabend von Caroline und dem A-Team, das war klasse und ließ sofort Erinnerung an den Kinoabend in 2016 aufsteigen.

Der Höhepunkt der Wüstendurchfahrt war 2016 die Fahrt am Strand. Was für uns als „Selbstverständlichkeit“ galt ist seit unsrer ersten Rallye für die folgenden Veranstaltungen nicht mehr möglich gewesen, was an der schlechten Befahrbarkeit des Geländes und/oder dem Wetter lag. Aber diesmal sollte es wieder kappen. Nach Begutachtung des Strandes hieß es: Mit Vollgas durch die Düne und dann am Strand entlang. Die Umstände und er Zeitplan lassen es zu.

created by dji camera

Nach einigen Einsandungen (der befahrbare Streifen des Strandes ist nicht allzu breit: oben zu weich und unten zu feucht), hieß es dann circa auf der Hälfte der Strecke, dass alle Fahrzeug mit Schwung möglichst hoch an den (weichen) Strand fahren, um in der Nacht sicher vom steigenden Wasser zu sein. Viele Videos und Bilder zeigten am Folgetag, dass es nicht hoch genug war, trotzdem hat niemand Schaden genommen.

IMG_5667

Wir hatten viel Zeit zum Baden, Relaxen, Essen und was sonst noch so anstand, denn es ging erst am nächsten Tag weiter, wenn das Wasser genügend weit zurück gegangen war. Und da man so gern Vergleiche zieht: 2016 war die Abfahrt vom Nachtlager ein regelrechter Kampf gegen das Steckenbleiben, während diesmal der Strand bestens befahrbar war. Nach ca. 30km ging es dann wieder mit genügend Schwung durch die Düne, wo die nächsten Striche für die Einsandeliste gesammelt wurden.

IMG_5667

Nach ein paar Kilometern erreichten alle die Teerstraße (naja, Teerstraße mit Unterbrechungen — oder auch Unterbrechungen mit Teerstraße). Hier wurde der Luftdruck wieder angepasst, was bei der Anzahl der Fahrzeuge etwas dauerte. Ein kleiner Pkw-Kompressor kommt schon an seine Grenzen, wenn er bei 30Grad 12 Transporterreifen auffüllen soll….klappt aber.

IMG_5667

Auf dem Weg zur Verbindungsstraße in Richtung Nouakchott gab es (Originalton von der Orga): „Von Batteriewechsel bis zu Einsandungen alles dabei“. Somit dauerte es eine ganze Weile, bis sich der Tross die kurze Strecke zur Straße durchgekämpft hatte. Dann hing es in ordentlichem Reisetempo in Richtung Campingplatz, lediglich unterbrochen von zahlreichen Pinkelstopps und einer Mercedesbesatzung, die sich bei eben so einem Stopp aus ihrem Fahrzeug ausgesperrt hatten.

Einen Bus aus unserer 5er-Gruppe erwischte es dann auch noch mit einem doppeltem Reifenschaden, da er einer Fehlstelle im Asphaltbelag nicht rechtzeitig ausweichen konnte. Nach einem schnellen Wechsel ging es dann am Ende des Konvois weiter in die Dunkelheit hinein.

IMG_5667

Letztlich versagte bei dem in Spanien als Ersatzfahrzeug gekauften Peugeot das Licht, so dass wir mit unserem Bus versetzt auf der Gegenfahrbahn fuhren und mit unserem LED-Licht die Straße ausleuchteten.

Durch einen kleinen Navigationsfehler der gesamten Rallyetruppe erreichten wir als 5er Gruppe dann doch als erste den Campingplatz, stellten unsere Fahrzeuge in Formation, aßen noch etwas zu Abend und verschwanden dann alle in unseren Betten.

IMG_5667

Ein kleines Schaltproblem, welches gestern (zum Glück nach der Wüste) auftrat, war heute früh schnell gefunden. Die obligatorische Kugel im Schaltgestänge des T4-Bus war gebrochen und verhinderte die Benutzung von erstem, zweitem und dem Rückwärtsgang. Eine 2,-€ Ersatzteil, welches wir dabei und in 30s gewechselt hatten.

IMG_5667

Heute ist ein Ruhetag vorgesehen. Wir sitzen in einem kleinen Café in der doch eher häßlichen Stadt, genießen kühle Getränke und verfassen diesen Text.

Liebe Grüße, Almuth & Piet

IMG_5667

Share on Facebook

Weiterreise Richtung Süden

created by dji camera

10.03.
Auch die heutige Route führte uns durch die kurvenreichen Straßen des hohen Atlas über einen 2300 Meter hohen Pass. Was für eine herrliche Aussicht und ein immer wieder wechselndes Naturschauspiel.

IMG_0103

IMG_0099

Auf der Fahrt Richtung Süden und zu unserem Nachtlager legten wir noch einen kurzen Fotostop an der Tankstelle des Filmsets von „the hills have eyes“ ein. Hier war es uns allen dann doch etwas zu unheimlich um hier zu übernachten.

IMG_0104

11.03.
Langsam mussten wir beginnen einige Kilometer pro Tag mehr in Richtung Dakha zu schaffen, am 13.03. um 10.00 war Treffpunkt und wir hatten noch 1500 Kilometer vor uns, die es galt in den nächsten 48 Stunden zu bewältigen.
Da unterhalb von Agadir außer karger Sandlanschaft mit mal weniger großen und kleinen Steinen zu bieten hat, wollten wir den letzten Abend an einer heißen Quelle genießen. Ein toller Abend mit Bad im kleinen Bassin um ein aus dem Boden ragendes Metallrohr, aus welchen unablässig 40°C heißes Wasser sprudelt, gemeinsamen Kochen und gemütlichem Erzählen.

created by dji camera

12.03.
Zu diesem Tag ist nicht viel zu sagen außer: Fahren, fahren, fahren. Kurzer Schlafstopp 150 km vor Dakhla und am nächsten morgen nochmal fahren.

IMG_00100

13.03.

nach dem Briefing am morgen versuchte wir die gerissenen Manschetten unserer Antriebswellen zu flicken und anschließend ein passendes Ersatzteil in der Werkstatt-Straße Dakhlas zu bekommen – beides leider erfolglos.

Abends auf dem Parkplatz unserer Übernachtungsmöglichkeit wurde dann mal wieder bewiesen, kein Ersatzteil, welches nicht doch noch aus irgendeinem Kofferraum gezaubert wird oder mit Kabelbinder, Gaffatape und anderen Utensilien improvisiert werden kann.

IMG_0111

So rollen wir nun dank großzügiger Teilespender und etwas Kreativität und Erfindungsgeist mit ertüchtigten Gelenkwellen und -manschetten Richtung Mauretanische Grenze!

Share on Facebook

Autokauf, Wiedersehensfreude und die ersten Tage Marokko

IMG_0094

06.03. + 07.03.
Es blieb spannend.
Das Ziel schon kurz vor Augen entschlossen sich unsere zwei autolosen Mitfahrer einen Ersatzwagen zu besorgen. Nach viel Einsatz des restlichen Teams in Algeciras, spanischen Verwandten und Bekannten in Deutschland und stundenlanger Durchforstung der spanischen Autoportale Spaniens fiel die Wahl auf einen kleinen Peugote 205, der in Sevilla stehen sollte.
Leider waren wir etwas zu spät dran, so dass wir in Sevilla übernachteten und am nächsten morgen zum Verkäufer fuhren und den kleinen Ersatzflitzer nach ein wenig Bürokratie und südländischer Gelassenheit mitnehmen konnten.

IMG_0110

Am Fährhafen in Algeciras trafen wir auf den restlichen Rallyetross – ein großartiges Wiedersehen mit vielen alten Bekannten, jetzt war die Rallyestimmung richtig da!

Die Fährüberfahrt und die Einreise nach Marokko verliefen reibungslos, aber schleppend, so dass wir kaum in Marokko angekommen noch (nun zu 11. – wir und die CAC-Teams, mit einem Teil waren wir schon 2016 unterwegs) etwas zu Essen suchten, um uns dann satt und erschöpft in unseren Bus zu kuscheln.

IMG_0114

Etwas war neu für uns an diesem Tag – es regnete in Strömen und wollte auch nicht mehr aufhören, das hatten wir so noch nicht erlebt!

08.03.
Am nächsten morgen starteten wir früh, denn unser Tagesziel Fes lag rund 370 Kilometer (auf marokkanischen Straßen auf Grund von unterschiedlichstem Verkehr: von Fußgängern über Eselskarren bis hin zu Ziegen- und Schafsherden und Straßenbeschaffenheit keine ganz schnelle Angelegenheit) vor uns.

Unterwegs legten wir einen Zwischenstopp im schönen Chefchauen ein, wo wir uns zwischen den blauen Häuschen hindurch treiben ließen und die andere Kultur genossen.

IMG_0093

IMG_0092

Erst im Dunkeln erreichten wir Fes, wo wir nah der Medina (Marokkanische „Altstadt“) auf einem „bewachten“ (wobei die Wächter eher als Parkuhren fungieren) Parkplatz übernachteten.

09.03.
Am nächsten morgen schlängelten wir uns durch die engen Gassen zum Bab Boujloud (dem westlichen Tor der Medina) und tranken dort unseren ersten Minztee.

IMG_0095

Auf dem Rückweg zum Auto entdecken wir in dem Gassen-Wirrwarr eine Gerberei – beeindruckend!

IMG_0096

Die heutige Tagesetappe sollte uns bis nach Ouzoud in den hohen Atlas führen. Eine Strecke mit vielen Serpentinen, viel hoch und runter und vor allem viel Fahrspaß (für Piet ;))
Dieses tolle Erlebnis wurde von einem neuen Geräusch überschattetet, unter Last und bei höheren Drehzahlen fing unserer Bus an zu pfeifen.
So mussten wir unser Liebling am nächsten morgen aufbocken und Ursachenforschung betreiben. Die Wasserpumpe wurde schnell als Schuldiger ausgemacht und da wir eine neue im Gepäck hatten (der Wechsel war auch kurz in Deutschland im Gespräch als dann doch die Zylinderkopfdichtung das Sorgenkind war) mit einigen geübten Handgriffen von Piet und Alex (CAC) getauscht – nun hatten wir wieder Ruhe beim Fahren und mussten uns keine Sorgen mehr machen.

IMG_0098

IMG_0097

Share on Facebook