Kurt kommt unter den Hammer

Nun war es soweit: Die Auktion der Fahrzeuge!

Nachdem wir Samstag unseren Kurt komplett ausgeräumt hatten liessen wir ihn nochmal gegen ein paar Dalasis waschen und reinigen…naja, in Wirklichkeit fragte der gute Mann ob er unsere Lappen und Handfeger aus dem Auto nutzen konnte und als wir nach einer Stunde los wollten war Kurt einmal von aussen „abgewischt“…

02_Knut-Auktion

Wir reihten uns in die Kolonne ein und rollten alle gemeinsam ins Independence-Stadium. In 4er-Reihen stellten sich alle auf dem Vorplatz und schon begannen die ersten Interessenten durch die Aufstellung zu schleichen. Bei uns war nahezu niemand, der Interesse am T4 bekundete. Das war ein etwas komisches Gefühl.

03_Auktion_4er-reihe

Dem einen oder anderen konnten wir dann doch noch ein paar Details zu Kurt vermitteln und wir lernten so unsinnige Details, dass getönte Scheiben in Gambia verboten seinen, man aber einen jährlichen Betrag zahlen kann, um sein Auto trotzdem so zu fahren…Bei uns ist es ja Folie welche entfernt werden könnte, also kein Problem!

05_Bobby-Car

Als erstes kam ein mitgebrachtes Bobby-car unter den Hammer, welches von einem der Rallye-Teilnehmer ersteigert und einem kleinen Jungen aus dem Publikum geschenkt wurde. Der kleine Mann war sicher heute nicht mit der Vorstellung gestartet mit neuem Fahrzeug nach Hause zu fahren…

Dann ging es richtig los, das erste Rallye-Fahrzeug rollte vor die wartende Menge und der Auktionator quarkte in sein Megaphon: „Attention! Ford Mondeo, Starting-price 30000 Dalasis!“ Die potenziellen Käufer steigerten den Preis in 1000er Schritten (ca.120,-€) und nach einigen Minuten war die Nummer 703 unter dem Hammer.

Während wir anfänglich noch im Schatten sassen, kletterte die Sonne erbarmungslos immer höher an den Himmel und begann uns zu kochen.

06_Aution_Knut

Und dann kam Kurt! (…ohne Helm und ohne Gurt). Almuth fuhr unseren Bus vor die Menge und es ging los: „Attention, weeedouubleyuuuu, tiiifoor, foohrciilder, staartinpraiss ziertifeif…!“
Wir waren gespannt und es ging los. Erst etwas verhalten und dann die ersten Sprünge von 46000 direkt auf 70000 und dann weiter über die 100000er-Marke, welche jedes mal von den Rallyeteilnehmern mit ordentlich Applaus begleitet wurde. Der MDR begann uns zu interviewen und während wir noch unsere bewusst hoch angesetzte Zielmarke von 200000 in das Mikrofon sprachen und ich kurzzeitig meine Umrechenkünste verlor war die Sache schon vorbei, ohne dass wir das Höchstgebot mitbekommen haben. 133000 Dalasis sind es geworden. Der höchste Wert der anwesenden VW-Busse. Ein Ergebnis mit dem wir absolut zufrieden sind. Diese 2995,-€ trägt unser T4 somit zur Gesamtspende für die DBO bei.

Die beiden jungen Käufer waren klasse und freuten sich über ihr neues Taxi. In einen normalen T4 bekommt man hier 14, in einen langen wie unseren sogar 18 Fahrgäste. Wenn man sich dann ausmahlt, dass das Gepäck noch auf das Dach kommt wird Kurt ganz schön zu schleppen haben. Wir haben die Käufer gefragt und können nun den Bus noch bis zu unserer Abreise nutzen.

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Im Anschluss ging es ins „Blue-Kitchen“ etwas essen und auf die Verkündung des Gesamtergebnis warten. Es sind 83500,-€ geworden! Grossartig! Da wir u.a. gestern sehen durften was mit dem Geld geschieht, ist das wirklich ein tolle Gefühl. Zusätzlich sind 3 Fahrzeuge direkt Projekten zugeführt worden uns somit nicht in der Aktionssumme enthalten.

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Da es erst 16Uhr war machten wir uns noch auf einen Krokodil-Pool nebst angeschlossenem Museum zu besuchen. Das Handy navigierte uns zielstrebig zu dem 12km entfernten Punkt. Auf dem Display waren es Strassen, in der Realität sah dies etwas anderes aus, und wir überlegten jedes mal ob wir mit dem T4 durch diese Gasse passen würden und ob Kurt geländegängig genug ist, um uns durch dieses Wohngebiet zu bringen.

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Wir kreisten den Zielpunkt ein, entschieden bei der ein oder anderen Gasse, dass der empfohlene Weg nicht ging und suchten eine Alternative. Und am Ende war da wirklich das Museum + Pool. Für 2 Euro Eintritt schauten wir uns etwas afrikanische Geschichte an und schlenderten dann durch einen wilden Garten zur eigentlichen Attraktion. Da lag ein Krokodil einige Meter vor uns und schien uns nicht zu registrieren. „Don´t touch the crocodile without a guide“ stand auf einem Schild. Ne, wollten wir auch nicht! Aber glücklicherweise gab es ja einen Guide und so kamen wir den Reptilen ganz schön nah. Streichelten sie und schüttelten ihnen die Hand. Nebenbei wurde uns so einiges erklärt und den Tieren etwas Fisch zum Fressen hingeworfen…dann werden sie sogar wirklich aktiv. Beeindruckendes Erlebnis.

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Auf dem Rückweg zum Auto kamen wir an einem kleinen Verkaufsstand vorbei und dort lag doch hinter den Kleiderständern ein 2m langes Krokodil…aus Plastik war ich überzeugt, aber das war nicht richtig. „Das ist immer hier“, erklärte uns Haddy „aber das tut nix. Ein weiteres lebt hier im Abwasserkanal, aber das kommt gerade nicht raus.“ — ne ist klar, Krokodil anstatt Katze.

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Da wir dicht am Cape Point waren, machten wir noch einen Abstecher an den Strand und hatten viele neue Freunde („Hello my friend! Where are you from? Germany? I like Germany!“ Wir schlenderten eine große Runde, beobachteten die Fischer, wie sie ihren Fang an Land brachten und konnten uns mit etwas Mühe davor retten ein paar Pferde streicheln zu müssen.

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Zurück am Auto versuchten wir uns auf dem Weg ins Hotel dicht am Wasser zu halten und wurden auf Nachfrage von 2 Einheimischen durch ein paar Schleichwege geschickt. „Not the right way, but an expierence“, sagten sie lachend. Etwas weiter steuerten wir dann noch eine kleine Bar an, assen toll Benechin und etwas Shrimps bis wir uns später auf in unser Zimmer machten. Ein Tag voller toller Eindrücke!

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2 Gedanken zu „Kurt kommt unter den Hammer

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