Unser Bolide

„Mit welchem Fahrzeug wollen wir da runter fahren?“ Das war die Frage, die es zu klären galt.

Allrad oder nicht? Kombi oder vielleicht doch ein Kleinbus? Diesel oder Benziner? Was darf er überhaupt kosten? Und was wird in Gambia gebraucht?

Einige Entscheidungen waren schnell gefällt: Ein Volkswagen soll es sein. Darin ein Dieselmotor, an dem im Bedarfsfall auch ohne Computer etwas zu reparieren ist. Maximal die Verteilerpumpen-TDIs kämen noch in Frage. Weiss als Farbe wäre klasse. — Mit den Vorstellungen von 300,-€ bis 600,-€ kamen wir da allerdings nicht weit. Achja, und TÜV benötigt man seit einiger Zeit auch für die Export-Kennzeichen…

Somit entschieden wir uns lieber ein etwas besseres Fahrzeug nach Gambia zu bringen und damit in der Versteigerung einen höheren Erlös zu erzielen. Wir hoffen da durch einige Sponsoren etwas entlastet zu werden.

Passat Syncro oder T4 Bus? Unsere Wahl fiel auf den Bus, in dem wir genügend Platz für uns, eine Schlafmöglichkeit, die Ausrüstung + Ersatzteile, Hilfsgüter, Ersatzreifen und nicht zuletzt den Wasservorrat + Proviant für die Wüstenetappen haben werden. Wiederum wurde der Syncro-Gedanke aus Kostengründen schnell verworfen!

Nach stundenlanger Recherche des Internets stellte sich etwas Ernüchterung ein: Laufleistungen jenseits von 400000km, Schäden an Motor oder Getriebe, kein TÜV, Rostlöcher die man problemlos in der Hocke durchspringen könnte, und, und, und… und wenn alles zu passen schien, dann befand sich der Bus an der Grenze zur Schweiz. Da sich etwas Frust einstellte, suchten wir kurz nach einem passenden Dachgarten, um doch noch einen Tageserfolg zu verzeichnen. Wow, da war er! Gerade mal 35km entfernt für einen anständigen Preis! Nachdem wir angerufen und unseren Plan erläutert hatten, erklärte uns der Verkäufer, dass der Bus darunter auch zu verkaufen sei. Da es kein Bild gab, fuhren wir schnell vorbei:

Volkswagen T4, 182000km, 1998, weiss, langer Radstand, verstärkte Federn, 1,9l Turbodiesel (ohne Steuergerät) mit 68Ps … und natürlich schon mit großem Dachgarten.

Da es schon dunkel und der Bus mit Schnee bedeckt war, sagten wir nur für den Dachgarten zu und erbaten uns für den Bus noch Bedenkzeit……..um einen Tag später zuzuschlagen.

Jetzt geht es an das Vorbereiten für die Reise. Wir werden sehen was uns dabei erwartet…

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