Durch den Senegal

Am Morgen des 15.03. starteten wir alle gemeinsam im Konvoi aus Nouakschott. Weit kamen wir leider vorerst nicht: Die Fahrzeugkollone wurde von einem Bus der Organisatoren angeführt, welcher den Lupo schleppte, der leider auf der Strandstrecke zu weit ins Wasser geraten war und sich dort einen Wasserschlag zugezogen hatte. Trotz vieler Wiederbelebungsversuche war hier leider nichts mehr zu machen.
Lupo
Da der Fahrer nach einer Pause vergessen hatte die Zündung wieder anzumachen, rastete beim ersten Versuch einem dicken Schlagloch auszuweichen das Lenkradschloss ein, der Wagen lenkte nun stark nach links und kollidierte mit einem Fahrzeug auf der Gegenfahrbahn. Glücklicherweise passierte dabei keinem der Insassen etwas!
Unfall
Nachdem die Polizei angekommen war, alles aufgenommen und geklärt hatte, schlug der verantwortliche Polizist ein Lösung ohne Versicherung vor, so dass ein Vergleich gefunden wurde und die Reise nach dieser ungeplanten Unterbrechung weitergehen konnte.
Strasse
Pumba
Kamele
Unser Weg führte uns durch kleine Dörfer, geteerte Straßen, Sandpisten und letztendlich über eine Waschbrettpiste, in der selbst die Schlaglöcher Schlaglöcher hatten, durch einen Nationalpark aus Mauretanien hinaus in den Senegal. Und hier hatten wir auch dann unseren ersten wirklichen defekt am Kurt… Schraube von der Kennzeichenhalterung:
erster-Defekt
Während unserer Fahrt änderte sich die Natur kontinuierlich. Die Grasbüschel wurden zu Büschen, diese dann irgendwann zu Bäumen und alles um uns herum wurde grüner.
Ab der senegalesischen Grenze wurden wir von einer Militär-Eskorte zu unserem Quartier für den nächsten Tag, in Saint Louis, der Hauptstadt des Senegals, begleitet. Die Einreise in die Stadt gestaltete sich recht abenteuerliche, da der Präsident zur gleichen Zeit wie wir die Stadt besuchte und der Trubel auf den Straßen somit nochmal größer und alles noch etwas chaotischer war. Wir schafften es aber alle gemeinsam am Hotel/Campingplatz anzukommen, wo schon ein leckeres Abendessen auf uns wartete.
IMG_2490
Der kommende Tag war wieder als Ruhetag eingeplant, so dass wir Zeit hatten uns die Stadt bei Tag anzuschauen. Zu sechst fuhren wir in einem Taxi (ein kleiner Renault) ins Zentrum. Wobei sich die Preisgestaltung als sehr afrikanisch erwies:
4 Personen+Fahrer im 5-Sitzer: 5€,
6 Personen+Fahrer im gleichen PKW 10€.
Diesem unschlagbaren Angebot konnten wir natürlich nicht widerstehen 😉
fischer
Wir schlenderten durch die Straßen, bekamen allerhand „antike“ Masken, Kettchen und Holztiere zum Kauf angeboten, lernten, dass Fliegen auf Fisch nicht unbedingt ein Kriterium für die Frische dieses sind und landeten irgendwann in einer keinen Bar am Flussufer, wo wir ein leckeres Mittagessen bekamen und uns etwas entspannen konnten.
Flamingo
Am Abend badeten wir noch im Meer und Pool am Hotel und gingen früh schlafen. Am nächsten morgen sollten wir um 06.00 von unserer Militär-Eskorte abgeholt werden.

2 Gedanken zu „Durch den Senegal

  1. Da wird man doch ein „wenig“ neidisch, auf die schönen Landschaften, das tolle Wetter und die vielen Erlebnisse. Kommen Sie gesund wieder.
    Liebe Grüße Heike Fuldner-Moser

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